Sofern irgendwie möglich begrenzen wir den Ablauf des Warenkorbs auf ein Minimum. Es werden wirklich nur Daten abgefragt, die unbedingt zur Belieferung des Kunden notwendig sind. Diese werden, sofern möglich, auf Plausibilität prüft und ja es gibt Menschen die ihren Vornamen im Warenkorbabschluß nicht ausschreiben, oder deren Email-Adresse einfach kein “@” enthält. Solchen Menschen haben wir bisher mit kleinen roten Fehlermeldungen bei falsch gefüllten Feldern weitergeholfen.
Inzwischen habe ich in meinen fast 10 Jahren Internet-Marketing gelernt, dass es nicht ums Aussehen der Seite, oder des Warenkorbs geht. Die Seite muss schnell, übersichtlich und von gewohnter Navigation sein. Ebenso muss es bei Fehlermeldungen sein: eindeutig und auffällig! Bis zu einem kürzlichen Anruf hielt ich unsere Warenkorb-Fehlermeldungen auch für auffällig (rot ist doch die Signalfarbe schlecht hin, oder?). Auf jeden Fall hat sich ein Kunde telefonisch darüber beschwert, dass er den Warenkorb nicht abschicken kann. Nach zwei gezielten Fragen war klar, dass der Kunde einfach keine Email-Adresse eingeben wollte und die Fehlermeldung schlicht überlesen hat. Darauf hin habe ich eine sehr auffällige Zusatzmeldung eigefügt:
Was soll ich sagen: Die Anzahl der Warenkorb-Abbrüche ist zurückgegangen und die Conversion ist weiter gestiegen. Zwar nur um 1%, aber hey das kann viel Geld sein. Nach dem A/B-Test hab ich diese Augenkrebs-Fehlermeldung nun fest in den Shops integriert.
Was lernen wir daraus: Der Durchschnittsuser ist nicht dumm, nur man muss ihm alles haarklein vorkauen.
P.S. Das Ausrufezeichen ist ein GIF und hüpft!

Skype: monti-man



