Wenn ich für ein Partnerprogramm werbe, dann nutze ich meist alle Möglichkeiten, die das Internet, das Netzwerk, die gesetzlichen Regelungen und die Partnerprogrammbedingungen gestatten. Zugegeben: Ich neige dazu manchmal um die Ecke zu denken und Traffic-Kanäle zu nutzen, die vielleicht sonst von Affiliates weniger genutzt werden. ABER: Alles im Rahmen des Erlaubten!
Bisher hatte sich auch noch nie ein Merchant beschwert - bisher eben. Vor knapp 2 Wochen ruft mich dann ein Agenturmitarbeiter an, dass dem Merchant die eine Art der Bewerbung jetzt nicht so gefällt. Auf meine Frage hin, ob in den Partnerprogrammbedingungen steht, dass das verboten sei meinte er nein (Die PP-Bedingungen sind in diesem Fall übrigens 2 DIN A4-Seiten lang). Dann fragte ich wo denn das Problem sein? Antwort: “Ja, aber das sei so nicht erlaubt und er könne es ja noch in die Bedingungen schreiben”. Leider war der Agenturist auch nicht wirklich einsichtig, als ich ihm meine Standartfragen stellte:
- Habe ich schlechten Traffic geliefert?
- Haben die Kunden nicht bezahlt?
- Ist ein Sale nicht ein Sale?
- Habe ich mich jemals über Stornos beschwert?
- Braucht das Unternehmen nicht den Umsatz und den daraus resultierenden Gewinn?
Anyway: Es stellte sich letztlich heraus, dass der Merchant diesen Werbekanal gerne für sich selbst nutzen möchte und dort keine Affiliates haben will.
Scheiß drauf: Habe ich eben den Kanal eingestellt.
Kaum einen Tag später habe ich dann noch die Mitteilung über das Netzwerk bekommen, dass ein Teil der Provisionen gesenkt wurde. Da bin ich wieder bei meiner Lieblingsfrage: “Warum macht man mal eben ein Partnerprogramm und denkt vorher nicht darüber nach?”

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