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Vor kurzem hatte mich SEO-Gott und WOTR-Moderator Mediadons in der Sendung zum Goldenen Trunkenbold 2007 gefragt: wieviele Suchanfragen rund um die Thematik Montessori bei Google so im Monat auflaufen.

Meine Schätzung lag bei 400.000+ Suchanfragen. Im Chat zur Sendung wurde das bezweifelt. Nun ist mir gerade aufgefallen, dass ein Adwords-Konto auch für solche Messungen gut ist. Bei unserer eigenen Adwords-Kampagne, die im Moment nur rund 50 Keyword enthält wurden im Monat Juli 454.118 Impressions generiert.

D.h. für mich: es wurden 454.118 Suchanfragen bei Google eingereicht, sonst hätte Adwords ja nicht unsere Anzeigen angezeigt.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass unsere Kampagne weniger Impressions generiert, als die Kampagnen unserer SEM-Affiliates, da diese erheblich mehr Keywords nutzen und unsere Anzeigen z.T. übersteuern, muss ich meine Schätzung eher nach oben korrigieren.

Da der Juli auch nicht gerade ein “Kaufmonat” ist, würde ich im Jahresmittel von schätzungsweise: 700.000+ Montessori-Relevante-Suchanfragen im Monat ausgehen.

Wenn sich ausversehen ein SEM-Experte hierher verlaufen hat: Bitte einen kurzen Kommentar, ob man die Adwords-Statistik für diese Zwecke mißbrauchen kann oder ob ich völlig falsch liege.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Sonntag, 26. August 2007 und wurde abgelegt unter "SEM-Affiliates". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

7 Kommentare

  1. Markus:

    Ja klar, AdWords kann man sehr gut dazu nutzen, um Suchvolumina von Keywords herauszufinden - auch für SEO-Zwecke ;)

  2. Henning:

    Wenn du natürlich auf “broad” buchst, können deine Anzeigen auch bei Nicht-Montessori Themen erscheinen, obwohl es kommt ganz auf deine Keywords an.

    Aber wieso buchst du nur auf 50 Keywords, wenn du Listen mit tausenden Keywords zu deinem Thema hast?!

  3. Sascha:

    @Henning
    Ganz einfach, wir wollen uns am liebsten ganz aus den AdWords raushalten. Inzwischen haben wir eine stattliche Anzahl an SEM-Affiliates die sich darum kümmern und die haben dafür mehr Zeit und mehr Erfahrung als wir.

  4. bigred:

    Grds. ist o.g. Überlegung natürlich völlig korrekt, es gibt aber eine Reihe von Faktoren, die diesbezüglich berücksichtigt werden sollten:

    1) Durch “broad match” wird evtl. ein AdImp. für Deine Anzeige erzeugt, obwohl nicht wirklich ein Keyword mit Montessori-Bezug gesucht wurde.

    2) evtl. sind Qualitätsfaktor und Gebot Deiner Anzeige nicht hoch genug, um auf der 1. Seite zu erscheinen -> es gibt Suchanfragen zu Montessori-Begriffen, bei denen keine AdImp. für Dich gemessen wird, da Deine Anzeige nicht ausgeliefert wird.

    3) Gleiches gilt, wenn ein zu niedriges Tages-Budget oder ausschließende Keywords dafür sorgen, dass Deine Anzeige nicht immer ausgeliefert wird.

    Fazit: Ja, eine PPC-Kampagne ist eine hervorragende Grundlage für spätere SEO-Arbeit. Vor allem auch deswegen, weil Informationen zu den Conversions der einzelnen Suchbegriffe geliefert werden. Was nützt es mir, wenn ich auch einen sehr oft gesuchten Begriff optimiere, der aber überhaupt nicht converted?

    PS: Das Verhalten Deiner SEM-Affiliates solltest Du Dir einmal genauer anschauen - da werden zum Teil Praktikten verwendet (Stichwort: 301-redirect), die Google gar nicht mag und die auch Konsequenzen für Euer eigenes AdWords Konto haben können.

  5. Sascha:

    @BigRed
    Vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme.

    Mit unserer eigenen Kampagne füllen wir im Moment nur die “Löcher”. D.h. wenn einem SEM-Affiliate das Tagesbudget ausgeht, usw. Für mehr möchten wir nicht angezeigt werden.

    Zum P.S.
    Das mit dem 301-redirect sehe ich etwas entspannter als Du. Zum einen ist es Gang und Gäbe, zum anderen verstehe ich den Zusammenhang mit unserem Konto nicht.

  6. bigred:

    @Sascha:
    Ganz einfach: Über den 301-redirect umgeht der Affiliate die Google-Regel, dass nicht zwei Anzeigen mit derselben Display-URL zu einem Suchbegriff geschaltet werden. Google will, dass seine AdWords-Kunden eigene Landing-Pages haben, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Dies ist hier offensichtlich nicht der Fall…
    Die Gefahr für Deine eigene Anzeige ist die, dass Google dies erkennt, die beiden Konten miteinander verknüpft und in Zukunft das passiert, was eigentlich auch so angedacht ist: Es wird nur noch eine der beiden ausgeliefert -> die mit besserem Qualitätsfaktor bzw. höherem CpC, also nicht unbedingt Deine. Du verlierst einfach die Kontrolle über Deine Kampagne.

  7. Sascha:

    @bigred
    Jetzt verstanden, wobei mich das nicht sonderlich stört, da wir ja sowieso unsere Kampgne offline lehmen wollen.

    Außerdem könnte man ja immer noch unsere Seite in einem Frame auf einer anderen Domain aufrufen ;-)

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