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In Köln hatt ich die Möglichkeit mit dem ein oder anderen zu reden und da sind Begriffe im Zusammenhang mit Affiliate Marketing gefallen, die ich so überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Dazu gehört z.B. der Begriff Budget für Affiliate Marketing. Da ich gerade Metallica “Nothing else matters” höre, könnte das ein netter Ansatz für ein Statement zu solch ominösen Budgets sein:

Marketer: Wir haben ein Budget für Affiliate Marketing festgelegt.
Metallica: Open mind for a different view

Marketer: Wenn das Budget aufgebraucht ist, machen wir nächstes Jahr weiter.
Metallica: never cared for what they say

Marketer: Wir stellen jetzt das Partnerprogramm ein, weil das Budget aufgebraucht ist.
Metallica: So close, no matter how far

Marketer: Wir starten das Partnerprogramm wieder, es ist ein neues Jahr. Warum macht keiner mehr mit?
Metallica: Life is ours, we live it our way

Marketer: Die Affiliates müssen das doch verstehen!
Metallica: No, nothing

Nochmal auf Deutsch: Das ganze nennt sich Performance-Marketing, d.h. tut der Affiliate was, bekommt er was. Tut er nichts - gibts nichts. Im Umkehrschluß liebe Marketing-Chefs: je mehr Provisionen ihr zahlt um so mehr Umsatz macht ihr auch. Na hats Klick gemacht? Mehr Provision = mehr Umsatz = mehr Ertrag, ihr wisst schon, die schwarzen Zahlen unterm Strich in der Gewinn- und Verlustrechnung. Ihr schmeißt doch auch keinen Handelsvertreter raus nur weil er gut verkauft hat, oder :?:

Dürft ihr gerne ausdrucken und dem Chefe unter die Nase halten. Es kann doch nicht sein, dass Partnerprogramme, die tatsächlich richtig Umsätze schieben, nur aus diesem Grund eingestellt werden.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Mittwoch, 9. Juli 2008 und wurde abgelegt unter "Merchant-Beratung". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

8 Kommentare

  1. Patrick:

    Naja, ich kann mir schon vorstellen, dass es Programme gibt, die für den Merchant nicht profitabel oder nicht unmittelbar profitabel sind. Zum Beispiel bei Communities oder anderen verdächtigen Startups, die schnell wachsen müssen - da rechnet sich nicht jeder Lead, da die Ziele andere sind.
    Ist natürlich suboptimal für den langfristigen Erfolg eines Programms, wenn es unterbrochen wird, schließlich haben die Affiliates Arbeit investiert und sind wenig erfreut, wenn der Merchant den Geldhahn zudreht.

  2. Dennis:

    Das Problem meiner Meinung nach bei den großen Firmen ist, die solche “geistreichen” Aussagen tätigen, dass die das Affiliate Marketing nicht als ganzes (Performance Marketing) sehen.
    Ich denke die schreiben die Provisionen zu den Werbeausgaben, die Umsätze/Verkäufe werden aber mit den konventionellen Verkäufen aus dem Offline-Bereich verbunden.
    Nun sehen die Online Ausgaben auf einmal erheblich (je nach Umsatz) aus und dann ist es klar, dass unwissende Marketing-”Fachmänner” einen Riegel davor setzen.
    Also steht vor uns noch viel Aufklärungsarbeit (und der ein oder andere Nervenzusammenbruch) ;-)

  3. Michael Zander:

    Danke Sascha, das war genau der Impuls, der meine Schreibblockade für ein Editorial lösen konnte.
    In der Sache hat Patrick natürlich auch recht. Es gibt Programme, bei denen es sinnvoll ist. Bei allem, was nicht direkt zum Sale führt, ist ein Budget natürlich angebracht. Gewinnspiel, Branding oder NL-Anmeldungen sind die klassichen Beispiele. Aber du wirst schon von einem Shop berichten, oder?

  4. Sascha:

    Es waren schon Shops gemeint, die per Sale vergüten. Sonst hätte ich was von Lead o.Ä. geschrieben.

  5. Henning:

    Das ist natürlich ein super Song, den du da ausgewählt hast, hab Metallica schon 3x live gesehen, immer wieder gut.

    Aber zum Thema: Die Frage die sich viele Shops stellen ist, soll man 50%, 75% oder sogar 100% der Gewinnmarge des Sales an die Affiliates weitergeben und dann erst an Folgekäufen verdienen?

    Ich bin natürlich für die 100% :) obwohl ich denke, daß es meist lange nicht soviel ist. Jeder Sale macht einen Shop schließlich bekannt und bei guten Shops kommen die User teilweise jahrelang wieder.

    Ich weiß nicht, wie du das beim Montessori Shop hälst und ob du was dazu sagen willst.

    Programme zu unterbechen finde ich auch absolut blöd, teilweise kann das z.B. SEM Affiliates richtig treffen.

  6. Sascha:

    @Henning
    Über den %-Anteil vom Ertrag werde ich hier nichts sagen. Nur soviel: 100% auszuschütten ist schon sehr extrem. Da kenne ich kein PP, dass damit wirbt. Thomas Hegenauer hat mal darüber geschrieben, nur wenn Du 100% ausschüttest, dann nimmt man sich jede Möglicheit neu zu investieren.

    Es ist inzwischen auch so, dass der Kunde immer wieder über eine Affiliate kommt, da er bei Google einfach die Domain (Brand) in den Suchschlitz eingibt um den Shop zu finden.

  7. Henning:

    Gut, bei dir ist es ein Sonderfall, da du dein SEM komplett an Affiliates abgegeben hast (was ja auch sehr zu begrüßen ist).

    Aber ein paar Type Ins und organischen Traffic wirst doch auch du haben, oder?

  8. Sascha:

    Ja natürlich. Warte mal den gleich folgenden Beitrag ab. Bei den ermittelten Werten habe ich selbst gestaunt.

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