Eines der Themen auf der OMD war Cookie Dropping.
Was ist Cookie Dropping:
Das nahezu betrügerische Setzen von Tracking-Cookies um darüber Provisionen zu bekommen. Dabei wird nicht wie üblich ein Cookie durch einen regulär zur Merchant-Seite geschickten Besucher gesetzt, sondern in großem Stil 20 und mehr Cookies ohne den Besucher zur Zielseite weiterzuleiten.
Wie funktioniert Cookie Dropping:
Um einen Besucher nicht zu verlieren, aber trotzdem gleichzeitig mehrere Cookies zu setzen verwendet man Frames bzw. Iframes und ruft in diesen die Tracking-URL des Partnerprogramms auf. Dabei werden die Frames für den Besucher unsichtbar gehalten. So kann man ganz entspannt 20 und mehr Cookies setzen, ohne dass der Besucher die Seite verlässt.
Jetzt braucht der Dropper nur noch eine hohe Anzahl an Aufrufen seiner Dropping-Seite. Diese werden i.d.R. über Popups oder Layer-Einblendungen generiert und schon sitzt beim Besucher eine ganze Ladung an Cookies.
Normalerweise verwenden Cookie Dropper Partnerprogramme von Merchants, mit welchen jeder Internet-Nutzer irgendwann zwangsweise in Berührung kommen muss (z.B. O2, Otto-Versand, usw.). Jetzt braucht der Dropper nur noch darauf warten, dass ein “Bedroppter” bei einem dieser Merchants einen LEAD oder SALE durchführt und schon hat er Kohle gemacht.
Warum ist es Provisions-Diebstahl:
Der Dropper überschreibt beim Cookie Dropping natürlich auch Cookies ehrlicher Affiliates, die den Besucher früher schon mal zu der Seite des Merchants geschickt haben. Dabei hat sich der Benutzer auch wirkilch mit dem Angebot des Merchants beschäftigt und nicht nur versteckt ein Cookie gesetzt bekommen.
Die Sicht der Netzwerke:
Auf der OMD hatte ich die Möglichkeit mit einigen Netzwerken über die Thematik zu sprechen, trotzdem möchte ich hier niemanden vorgreifen. Dafür gibt es ja die Kommentarfunktion und die ist auch für Netzwerke offen ;-).
Meine Sicht der Dinge:
Natürlich ist es verlockend schnell viel Geld zu verdienen. Aus meiner Sicht ist und bleibt das Betrug!

Skype: monti-man

