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Häufiger wird SEOs und sogar mir vorgeworfen wir würden unnütz Daten sammeln, diese verknüpfen und das Internet mit sinnlosen, üerflüssigen Inhalten verstopfen. Aber wie ist es im RealLife wenn man mal einen Offline-Store besucht, bei der Bank körperlich vorbeisurft oder beim Offline-Mail-Konto (Post) vorbeischauen muss. Also so richtig Voice-over-Air Communication und so.

Ich ziehe jetzt die offline-Erlebnisse dieser Woche mal auf einen Tag zusammen, das dürfte auch ungefähr meiner echten Offline-Zeit entsprechen.

Morgens beim Frisör wird man nach seinem Namen gefragt, nur weil man mir die Haare schneiden soll. Warum? Kein einziges mal hat mich die Lockentante mit meinem Namen angesprochen. Schneiden sich die Haare dann einfacher? Das einzige was sie konnte war mir ein Haarwasser für mein lichtes Haar aufschwatzen zu wollen. Als ich konterte, dass ich Männer mit Glatze sexy finde hat sie es aufgegeben…

Die Überdosis Werbebotschaft gibt’s dann im Postamt. Für ein freundliches Grüß Gott hat es nicht gereicht, aber ich hätte beim Abholen eines Paketes schnell noch den Stromanbieter wechseln, ein Tagesgeldkonto eröffnen und einen anderen Handy-Anbieter wählen sollen. Hey! ICH WILL NUR DAS PAKET und zwar schnell.

Kaum an der Download-Station für Kraftstoff angekommen, das Offline-Vehikel aufgeladen, wird man beim Rauskramen der Kreditkarte von einer Umfragetante angequatscht. Man! Ich habs eilig und meine Mama hat mir verboten mit fremden Frauen zu reden.

Schnell noch ein Paar Schuhe im Offline-Store kaufen, das letzte Mal ist schon ein bisschen her. Beim Bezahlen fragt mich der Warenkorb-Bändiger nach meiner Postleitzahl. Hallo! Ich nehm die gleich mit - ihr braucht mir die Schuhe nicht schicken, oder was wollt ihr mit meiner Postleitzahl.

Auf zum Lebensmittel-Shoppingcenter, schnell noch Tomaten runterladen. Klasse, gezahlt ohne blöde Fragen, da freut man sich schon. ABER Halt, da steht sie - die unüberwindbare Kundenkarten-Vercheckerin: “Hallo, sie haben das Angebot gekauft. Mit der XYZ-Karte hätten sie zwei Packungen für den Preis von einer bekommen”. AHHHHHHHHH Sorry ich brauche keine 2 Kilo Tomaten, sonst platze ich und das wollen wir doch nicht, OOOODDERRR?

Ganz ehrlich: Im RealLife vermisse ich das X oben rechts. Wo ist der Schließen-Button für Werbevollgastrottel? Dann doch lieber wieder Schuhputzmaschinen-SPAM im Email-Eingang, einfach löschen und das wars…

Schönes Wochenden!

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Freitag, 27. März 2009 und wurde abgelegt unter "Nervenraubend". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

3 Kommentare

  1. Simon:

    Jaja, das RL is sowieso eines der komischsten. Die Leute beschweren sich im Internet über Werbung und werden gleichzeitig draußen vor der Haustür pausenlos damit zugeballert.

    Coca-Cola-Bänke an Schulen (wo Werbung verboten ist)…

  2. content-guru:

    Ich liebe deinen Blog, hab ich das schonmal gesagt ?

  3. Tibor:

    wie geil, wie geil!
    du hast recht, online sind wir die gläsernen surfer, offline sind wir die gläsernen walker.
    eigentlich müsste man sich einfach mal ein zusätzliches leben bei second life bestellen. ganz ohne werbung und ohne kontent. einfach nur für nichts. ich glaube ich baue eine seite. dort werden keine cookies gesetz, es werden keine banner eingebunden, keine inhalte keine texte kein gar nichts. nur das never-endende weiss ;)

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