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Eine Frage die sich mir häufiger aufdrängt:

Liebe Agenturen, wie ist das eigentlich? Ihr habt ja über Euere Accounts bei den Netzwerken genug Möglichkeiten um festzustellen, wer was wie macht. Nutzt ihr das selbst? Oder was ist, wenn einer Euerer Angestellen, die Daten nutzt?

Im Prinzip haben große Affiliate-Agenturen ja Einblick in fast jede Art der Traffic-Generierung, die durch die Affiliates genutzt wird und da sind schon mal Sachen dabei, die nicht jedem geläufig sind. Das geht bei SEM-Keywords z.B. Vertippern an und endet bei speziellen SEO-Techniken.

Gibt es da so eine Art Geheimhaltungs-Policy bei Euch? Wie stellt Ihr sicher, dass diese Daten nicht für irgendwelche Fremdnutzung Verwendung finden?

Das würde mich echt mal interessieren, denn auf so mancher Seite die ich bei meinen Netz-Streifzügen entdecke, habe ich irgendwie so ein komisches Dechavue Déjà vu -Erlebnis. Klar hat keiner das Netz für sich gepachtet. Nur ein Blick ins Impressum verrät dann manchmal schon Einiges und regt zum Denken an.

Raus damit: Was denkt Ihr dazu?

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 24. Juli 2008 und wurde abgelegt unter "Fortbildung". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

22 Kommentare

  1. Flo:

    Wir nutzen die Daten auf die wir zugreifen können natürlich nicht! Das ist ja wohl eine Frage der Ehre. Auf der anderen Seite liefern uns die Netzwerke ja auch gar nicht so viele Daten wie manmanchmal vermutet. Viel mehr “Bedenken” hätte ich bei den Netzwerken selbst. Da haben die Mitarbeiter wirklich Zugriff auf ALLES und bei den Gehältern die die Netzwerke zahlen ist es ja eigentlich auch nicht verwunderlich dass der ein oder andere Mitarbeiter sich privat etwas dazuverdient… Ich will hier natürlich niemanden Beschuldigen, aber die Möglichkeiten wären durchaus gegeben ;-).

  2. Sascha:

    Hi Flo,

    Dir vertraue ich auch, da hätte ich nicht an sowas gedacht. Nur manche haben ja noch ihr eigenen Tracking dazwischen hängen.

    Das mit den Netzwerken ist mir auch schon an die Ohren gekommen, dass das sein köööönnnnte, so theoretisch.

  3. Sebastian:

    Die meisten BVDW SEM Agenturen haben definitiv einen Verhaltenskodex. Allerdings ist das Geschäft so verlockend, dass sich einige Mitarbeiter nicht daran halten - was m.E. absolut verständlich ist.
    Wer für Kunden mehrere 10 Tsd Euro SEM-Budget pro Monat ausgibt unterliegt leicht der Versuchung es auch mal zu probiereren..
    Kommt so ein Fall raus, stecken Vorgesetzte in einem Dilemma - Fachkräfte sind rar und zudem hat es ja auch seine gute Seiten, wenn ein Mitarbeiter sich auch privat in dem Geschäftfeld betätigt.

    Bei den Netzwerken ist es wahrscheinlich ähnlich. Allerdings finde ich es hier als Affiliate weit schlimmer, wenn ich über Whois und Xing herausbekomme, dass ein Netzwerk-Mitarbeiter mein härtester Konkurrent ist.

    Neben der Selbstverpflichtung der Agenturen und Netzwerke sollten Kunden jedoch auch vorsichtiger sein. Wenn jeder Kunde auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung bestehen würde, wäre vielleicht die Hemmschwelle noch etwas höher.

    Grüße

    Sebastian

  4. Dirk:

    Hallo,
    also ich kann bei uns definitiv sagen dass solche Daten keineswegs von irgend einem Mitarbeiter verwendet werden. Sollte so etwas vorkommen ist das meiner Ansicht nach ein Kündigungsgrund da es sich immerhin um vertrauliche Kundendaten handelt.
    Wenn man nicht gerade als Praktikant in einer Firma verbrannt wird ist die Bezahlung im übrigen gar nicht mal so schlecht in der Netzwerk Branche.
    Habe aber leider schon Agenturen und Kunden erlebt die Affiliates schön SEM buchen lassen und dan hinterher die guten Begriffe im Programm plötzlich sperren wollten.
    So etwas geht natürlich gar nicht und wird von uns auch nicht toleriert.

    Grüße
    Dirk

  5. Sascha:

    @Sebastin
    Wenn ein Merchant sein SEM auslagert, dann ist das sein Risiko. Mir geht es ja um Affiliate-Agenturen oder Misch-Agenturen, die ja Daten vorliegen haben, die für einen Affiliate bares Geld bedeuten.

    @Dirk
    Bei Euch weiß ich, dass Ihr selbst nichts machen dürft. Dass natürlich Merchants die Daten auch missbrauchen können ist mir auch klar, wobei ich maximal 5% der Merchants das notwendige Know-How unterstellen möchte.

    Plötzliches Ausschließen von Keywords find ich bei einer einst offenen SEM-Politik auch den absoluten Brüller. So ein Merchant hat mich zum letzen mal gesehen.

  6. Server mieten:

    Hallo zusammen,

    derartige Tätigkeiten von Mitarbeitern sind genehmigungsbedürftig (Stichwort Nebentätigkeit). In diesem Zusammenhang wird in einem seriösen Unternehmen (egal ob Agentur oder Plattform) vereinbart werden, dass durch die Nebentätigkeit keinerlei Interessenskonflikte entstehen dürfen. Das bedeutet z.B., dass in einer SEM- oder Affiliate-Agentur die Account Manager nicht in der Branche der betreuten Kunden unterwegs sein dürfen und dass Tools nicht für “private” Zwecke verwendet werden dürfen.
    Diese Regeln haben allerhöchste Prio - davon abgesehen ist es aber in der Tat begrüssenswert wenn sich Mitarbeiter durch praktische Tätigkeit als Affiliate fortbilden.

    Gruß,
    Lars

  7. Server mieten:

    ach so…Sorry Sascha, aber das musste ich noch loswerden:

    Déjà vu :-)

  8. Sascha:

    @Lars
    Ja Französisch bin ich nur im Mündlichen gut :mrgreen:

  9. Henning:

    Sascha, ich finde es super, daß du dieses Thema mal aufbringst. Ich finde auch, daß es für Agentur-Mitarbeiter NICHT erlaubt sein sollte, selbst aktiv zu sein.Denn man sollte sich für eine Seite des Geschäfts entscheiden - und schon gar nicht Insider-Informationen ausnutzen.

    Manche Agenturen sind auch mir hierbei schon mehrfach aufgefallen.

    Die Frage ist natürlich auch - was kann man dagegen unternehmen.

    Vielleicht könnte man den Chef der Agentur mal darüber informieren, denn dieser weiß evtl. gar nichts davon.

    Oder aber man wendet sich direkt an den Merchant und informiert ihn darüber, welche Praktiken die von ihm gewählte Agentur so verfolgt. Vielleicht wäre das auch ein Eye-Opener.

  10. Partyschnaps Sascha:

    Wo es eine Lücke gibt da wird auch ausgenutzt. Die Gelegenheit macht den Dieb. So sind meine Erfahrungen. Irgendwer wird sich irgendwo immer bereichern wollen.

    Das geht bis ganz nach oben. Der Merchant, die Agentur, das Netzwerk selbst, Netzwerkmitarbeiter, Guugle, etc. pp. Ganz ausschliessen kann man das wahrscheinlich nie.

    Andererseits ist es auch schwierig wenn ich etwas gesehen habe und das für gut befinde, dieses wieder zu vergessen. Mit der alten Technik weiterarbeiten obwohl ich gesehen habe daß es einfacher geht? Stell ich mir sehr schwer vor.

    Und auf Ehrencodex kann man sich auch nicht mehr verlassen, wenn man bedenkt daß sich die großen Suchmaschinen von den Chinesischen Machthabern die Taschen vollstopfen lassen. Das hat mit Ehre nichts mehr zu tun, da gehts nur noch um Geld, und zwar um jeden Preis.

    Was wir dagegen tun können? Das einzige Mittel das wir dagegen haben: Transparenz. Sobald solche “Unregelmäßigkeiten” auffallen gleich die Fakten auf den Tisch und die Firmen / Leute beim Namen nennen. Wenn auch nur ein Teil der PPs / Affiliates / u.a. in Folge mit denen nichts mehr zu tun haben möchte dann ist das unter Umständen sehr schmerzhaft.

  11. Partyschnaps Sascha:

    BTW, wir haben bisher keine Keywords ausgeschlossen, aber nach diesen Anregungen hier sollte ich vielleicht ein paar Topbegriffe wie Zwergpudelperücke, Hallen-Halma und Querfeldeinknatterrunde sperren lassen.

  12. Sebastian:

    “Was wir dagegen tun können? Das einzige Mittel das wir dagegen haben: Transparenz. Sobald solche “Unregelmäßigkeiten” auffallen gleich die Fakten auf den Tisch und die Firmen / Leute beim Namen nennen. Wenn auch nur ein Teil der PPs / Affiliates / u.a. in Folge mit denen nichts mehr zu tun haben möchte dann ist das unter Umständen sehr schmerzhaft.”

    Da habe ich mir auch schon Gedanken drüber gemacht, für mich stellt sich allerdings die Frage, in welcher Form das möglich sein kann.

    Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass wir eine “Affiliate-Gewerkschaft” brauchen! :)

    Was meint Ihr?

  13. Partyschnaps Sascha:

    Warum denn nicht? Dann gibts ein PP für Affiliate Streik, dann werden eben die Streiktafeln statt der Werbebanner angezeigt und im Adwords findet man auch nur noch auf jedes Keyword Streik. Wenn da nur einer der TopAffiliates das macht dann tut das gewaltig weh.

    Dahinter eine Website welche die User informiert wie böse und gemein die Programmbetreiber wieder mal sind und wir sie deshalb nun von der Werbung verschonen, aber stattdessen mit unseren Leiden nerven.

    Dann noch etwas gebettel um ne kleine Paypal Spende, das kommt dann in die Kriegskasse. Ausgeschüttet wird voll abzüglich der Netzwerkprovision.

    Das könnten die Netzwerke doch für uns realisieren. @Dirk, komm setz mal StreikPP auf.

  14. Sascha:

    Die Idee mit der Affiliate Gewerkschaft ist nicht schlecht. Nur wie ist das rechtlich, darf ich dann negativ über ein Partnerprogramm schreiben? Klar nur Sachen, die wirklich passiert sind.

  15. Henning:

    Wieso soll man das denn in einem demokratischen Land nicht dürfen? Hast wohl zu viel Dr.Bahr Podcasts konsumiert ;-)

  16. Partyschnaps Sascha:

    Ja genau, Demokratie: Freiheit, Gleichheit, Affiliate

  17. Sascha:

    @Henning
    nee, Dr. Ernst voice-over-air

    @Partyschnaps Sascha
    Ja, ja aber das UWG!

  18. Henning:

    Das kommt davon, wenn man sich zu viel mit Anwälten abgibt. Dann fragt man irgendwann seine Frau “Ist es rechtlich gesehen okay wenn ich jetzt auf Toilette gehe?” ;)

  19. Sascha:

    @Henning
    Nee, dann kommt man auf die Idee den ehelichen Beischlaf vertraglich zu regeln :-D

  20. Henning:

    Und hast wenigstens gute Konditionen aushandeln können? :)

  21. Sascha:

    geht so. Mann kann damit leben :mrgreen:

  22. Google und die Agenturen | l.Blog:

    […] Liebe Agenturen, wie ist das eigentlich, wenn… […]

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