Selten, dass ich mir zum Frühstück eine Zeitung gönne, aber heute war es mal wieder soweit. Prompt durfte ich lesen, dass die Bayerische Landesregierung plant eine eigene TLD für Bayern einzuführen. Angedacht ist.bayern. Schließlich sei Bayern ein weltweit bekanntes Markenzeichen. Soweit so gut, so lustig!
Betrachten wir doch mal, wie der Nutzer das annehmen würde:
Type-Ins kann man durchaus einige erzielen. Gerade sprechende Domains wie urlaub.bayern oder internat.bayern bekommen sicherlich einen guten Typein-Traffic. Dabei ist zu beachten, dass man durch die Region-TLD dem Nutzer auch noch eine gezieltere Suche unterstellen muss. Schwierig wird es, wenn wir den deutschen Sparchraum verlassen. Gerade englischsprachige Landsleute würden wohl eher .bavaria eingeben.
Domainer könnten auch Spaß damit haben. Vielleicht nicht gerade den selben Fun wie mit .de, .com, .org, .net usw., aber aus Sicht der Domain-Verkäuflichkeit durchaus ein nettes Zubrot.
SEOs, gerade im Travel-Bereich können sie sich mit einer .bayern aus meiner Sicht einen tatsächlichen Vorteil verschaffen. Ohne jemals großartig auf die TLD als Suchanfrage-Teil bei SEO-Aktivitäten geachtet zu haben, sagt man Inneres, dass Google die TLD als Teil der Suchanfrage durchaus mit einbezieht und durch entsprechende Verlinkung mit dem Domainnamen ist ein Bayern-Ranking mit Sicherheit einfacher als auf einer anderen TLD.
Suchmaschinen dürften solche TLDs auch befürworten, wird dadurch bei lokalen Suchen die Arbeit einfacher. Sofern an die Registrierung auch entsprechende bayerische Voraussetzungen geknüpft werden.
Anyway, jede bayern-Domain ist besser als die Domain: ars.ch

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