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Kategorie: Fortbildung

Die meisten Profi-Affiliates unter euch haben ein Gewerbe angemeldet und versteuern ihre Einnahmen entsprechend. Ob das per Bilanzierung oder Einnahmen-Überschußrechnung erfolgt ist ja erstmal egal. Hat man als Affiliate nun Ausgaben die sich auf das Geschäft beziehen, dann schmälern diese natürlich den positiven Ertrag. Das kennt wohl jeder: Büromaterial gekauft immer schön Rechnung aufheben und verbuchen. Erstens ist man Vorsteuerabzugsberechtigt und Zweitens hat man keine Lust entstandene und bezahlten Kosten als Gewinn zu versteuern. Soweit so gut.

Kleiner Zeitsprung: kürzlich unterhielt ich mich mit einem Reisebuch-Autor: Dieser hat als Geschäftsausgaben logischerweise seine Reisen in die verschiedenen Gebiete, die er in seinen Büchern beschreibt. Und da kam mir dann folgende Idee:

Wenn man als Affiliate geschickt seine Werbebereiche aussucht, dann müssten die eigenen Lebenshaltungskosten doch komplett als Betriebsausgaben druchgehen, oder?

Reisen ist ja klart, dann schreibt man einfach über seine Reisen auf eigenen Reiseportalen und schon sollten das doch Geschäftsausgaben sein.

Lebensmittel werden natürlich im eigenen gesund-essen-Blog verarbeitet und fallen dann auch unter Betriebsausgaben.

Geht man mal essen, dann fällt das entweder unter die Reiseführersache oder unter das wo-schmeckts-besser-Portal.

… bitte nach eigenem Gusto fortsetzen … :-;

Würde mich interessieren, ob das Finanzamt bzw. die Steuerprüfung der Argumentation folgen mag…

2012 2 Apr

Adsense vs. YouTube

Abgelegt unter: Fortbildung | RSS 2.0 | TB | 2 Kommentare

Wer schon mal ein bisschen mit Google-Adsense gespielt hat, der hat bestimmt auch schon mal eine der lieblichen Warnemails aus dem Hause Adsense bekommen. Im Prinzip steht da, dass die Seite auf der Adsense eingebunden ist nicht den Richtlinien von Adsense entspricht und man 3 Tage Zeit hat das zu ändern, sonst wird u.U. das Konto gesperrt. Meiner Vermutung nach arbeitet da in erster Linie ein Bot der ganz grob gesagt “böse” Wörter erkennt und dann die Emails verschickt. Soweit ist das für mich auch total i.O. und hat meine vollste Unterstützung.

Jetzt wirds lustig
Auf einem, zugegeben schlechten, Blog zum Thema lustige Videos nutze ich rein YouTube-Videos aus dem öffentlichen Bereich, darunter auch eines zum Thema Kondome. Nach dem Motto so geht das mit dem Überziehen. Im Prinzip ist das Video sogar unterrichtstauglich, weder gibt es unbekleidete Körper zu sehen noch gibt das gesprochene Wort Anlass zum Ärger. Auch mein Text zum Video ist rein sachlich. Nur bei Adsense sieht man das nicht ganz so und schickt eine DU-DU-Du-Mail wegen des Blogbeitrags in dem dieses Video vorkommt und man möge doch bitte Abhilfe schaffen. Naja youtube abschalten kann und will ich nicht, also habe ich einfach Adsense aus dem Blog genommen.

Kann mir mal einer sagen..
- Ich mag mich irren, aber YouTube gehört doch Google, oder?
- Bekommt YouTube auch solche Mails wenn der Inhalt möglicherweise fragwürdig ist?

Jetzt mal ganz ehrlich: Wer von Euch arbeitet mit größeren Domainkonstrukten und Datenfeeds und hat schon mal Emails von Besuchern erhalten? Meist dreht es sich dabei ja um Fragestellungen wie:

- Wo bekomme ich?
- Was genau ist bei Artikel XY dabei?
- Gibt es Artikel XY auch in dunkellilarosegelb?
- Gibt ex Artikel XY auch ohne **?
- Wann bekomme ich Artikel XY wenn ich jetzt bestelle?

Um solche Emails zu erhalten muss Deine Seite noch nicht mal wie ein Shop aussehen. Meine Erfahrung ist, dass viele Benutzer alles als Shop ansehen, was irgendwie eine Aufzählung von Artikeln hat, selbst wenn z.B. keine Preise erwähnt sind.

So sehr solche Emails für den Affiliate nervig sein können ist es das täglich Brot des Shopbetreibers. Wie geht man also am Besten vor, wenn man solche Anfragen erhält? Am Anfang meines Affiliate-Lebens bin ich da sehr ausführlich rangegangen und habe jede Email persönlich beantwortet - das ist jetzt einfach nicht mehr drin. Inzwischen bin ich dazu übergegangen mir zu einzelnen Projekten Email-Vorlagen zu erstellen. Diese sieht dann ungefähr so aus:

Lieber Besucher von xy.tld,

vielen Dank für Ihre Anfrage, leider können wir Ihre Fragen nicht endgültig klären. Bitte setzen Sie sich direkt mit dem Anbieter (shopdomain.tld) der Produkte auf xy.tld in Verbindung. Dieser Link bringt Sie direkt dorthin:
http://www.xy.tld/shopdomain-tld.html

Mit freundlichen Grüßen

xy.tld-Redaktion

In der Email verwendet man einfach seine eigene Domain für eine Weiterleitung auf die Tracking-URL und bekommt so ganz elegant ein Tracking-Cookie gesetzt. Von der direkten Einbindung einer Tracking-URL in einer Kundenemail sehe ich ab, da unbedarfte User bei einem Link wie:

www.netzwerkdomain.tld/track12.cgi?id=tralla&prog=lalla&wk=la

in sofortige Schockstarre verfallen.

Was man damit rausholen kann? Kommt darauf an, welche Zielgruppe Deine Produkte ansprechen. Im Bereich Soft- und Hardware bringt Dir das wenig, die Leute kennen sich aus und begreifen schnell, dass Deine Seite kein Shop ist. Bei Artikeln mit älterer Zielgruppe z.B. Heizdecken oder Seniorenreisen kann das schon mal ein paar Euronen ausmachen.

Juhu es lebe die EU!

Im Zuge der europäischen Gesetzgebung gibt es ab dem 20.07.2011 eine neue Regelung zum Verkauf von Spielwaren. Darunter fallen für den Händler so lustige Sachen wie:

1. Warnhinweise zu einem Artikel sind auch im Online-Shop und/oder Katalog anzugeben.
2. Warnhinweise müssen in Deutsch und im vorgegebenen Wortlauf sein.
3. Alle Spielwaren müssen CE-Kennzeiche tragen und CE-konform sein. Das war bisher auch so, allerdings muss der Händler jetzt auch noch seine Lieferanten überwachen.
4. und, und, und, ..

Wer sich da mal ein genaueres Bild machen will der schaut hier. Halbwegs verständlich gibts dann noch hier eine Aufarbeitung.

3 x dürft ihr raten worum ich mich die letzten 2 Wochen gekümmert habe.

In diesem Sachverhalt sei darauf hingewiesen, dass die Datenfeed von Montessori-Shop & DesignDot angepasst sind und die Netzwerke entsprechend ausliefern. Also Jungs & Mädels ans Update!!!

Ich fang mal mit einer kleinen Geschichte an: Patrick, seines Zeichens Geschäftsführer von Projecter, interviewte mich kürzlich zu ein paar Themen rund ums Affiliate-Marketing. Im Raum stand da nur die Aussage: “Wir wollen da so ein kleines Ebook machen”. Irgendwie kam dann bei mir der Gedanke auf: “Naja, wird wohl mehr so ein Werbe-PDF werden”, aber da ich die Mädels und Jungs von Projecter echt gut leiden kann, tat ich ihm den Gefallen. Ich wollte nur vorher sehen wo und wie man meine Aussagen zu E-Papier bringt.

Heute erreichte mich das Final des Affiliate Ebooks. 211 Seiten geballte Information für Affiliates und Merchants ohne unterschwellige Werbeaussagen. Ich weiß bis jetzt noch nicht, wie genau ich meine Begeisterung in Worte fassen soll. Was solls - ich kopier hier einfach mal rein, was ich Patrick darauf geantwortet habe:

Hi Patrick,

ich brech zusammen! Wahnsinn was Ihr das auf die Beine gestellt habt!! Das ist kein einfaches “Ich mach mal ‘n Ebook”, das ist eine Komplettabhandlung der Branche. Normalerweise gehört da ein Hardcover rum und ab damit in den Buchhandel für 39,95 €. Es kommt selten vor, dass ich sprachlos bin. Die letzte Stunde Querlesen hat fast dafür gesorgt. Ich suche noch nach Adjektiven, die Euere Arbeit beschreiben könnten.

Offiziell ist das gute Stück noch nicht zu haben (auch nicht gegen Bettelmails bei mir). Als Empfänger vorregistrieren geht unter http://www.projecter.de/affiliate-ebook und das empfehle ich jedem:

- Dem Anfänger um sich einen ausführlichen Überblick zu verschaffen
- Dem Fortgeschrittenen um noch etwas dazuzulernen
- Dem Profil als Checkliste um nichts zu vergessen

Zwei Daumen nach oben!!

Hab mir gerade mal die Zeit gegönnt und die Verkäufe von Montessori-Shop und Designdot mit den Sales meiner Affiliate-Projekte verglichen. Dann habe ich mir noch die Feriendichte und den Wetterverlauf (Danke an wetter.com, dass die nicht maulen, weil ich mir jeden Tag automatisiert die Wetterdaten von 10 Großstädten abhole) dazugepackt. Das Ergebnis sind grob folgende Formeln:

keine Ferien + konstantes Wetter seit min. 3 Tagen = bester Verkaufstag

Ferien in möglichst vielen Bundesländern + wechselhaftes Wetter = schlechtester Verkaufstag

Interessant ist dann noch der Abgleich mit Uhrzeiten & Wochentagen, sorry die Daten werde ich hier nicht verraten :-D Kann aber jeder mal in seine Statistiken schauen und seine eigene Schlüsse ziehen. Lustig ist, dass die Auswirkungen des Wetters unabhängig vom erwarteten Wetter sind, sprich es ist egal ob im Sommer die Sonne scheint, oder ob es regnet.

Nachdem ich schon geschimpft wurde, wegen dem kurzen Beitrag zum 2ten SEO-Stammtisch in Nürnberg, ich besprochenen “Geheimnisse” aber gerner für mich behalte, gebe ich jetzt mal einen Tip preis, den ich auch in Nürnberg schon erklärt habe:

Zugegeben: hat jetzt weniger mit SEO zu tun, dafür aber mit Usability & Conversion und was nutzen einem viele Besucher, wenn dann nichts bei rum kommt.

Step by Step - Die Apotheken Umschau-Logik:

1. Gehe in eine Apotheke Deiner Wahl und besorg dir eine Apotheken Umschau (kostenlos). (Ja natürlich bist Du zu jung dafür, aber du brauchst sie!)

2. Blättere zum ersten “redaktionellen Bericht” über ein Medikament.

3. Finde den Hersteller des Medikaments heraus.

4. Besuche die Webseite des Herstellers und suche nach Informationen für Ärzte zu dem Medikament.

5. Vergleiche den “Enduser-Text” der Apotheken-Umschau mit dem Text für Ärzte.

6. Du wirst feststellen, dass sich selbst schwerste Nebenwirkungen für den Enduser wie ein Feature lesen, während der ärztliche Text deinem Gehirn eintrichtert: “lass es”. Du brauchst zum Verstehen des Enduser-Textes gerade mal 5 Minuten, denkst dabei über kein Fremdwort nach und bist anschließend der Meinung, dass dieses Medikament das beste ist, was je erfunden wurde.

So funktioniert Conversion! Dieses Prizip kannst Du ganz einfach auf deine Seiten übertragen. Nicht nur textlich auch in der Benutzerführung, Navigation und Bildsprache. Nehm dein Webwissen und teile es durch 10, dann kommt das heraus was der Enduser haben will! Gib ihm immer wieder ein unbewustes JA und Deine Conversion steigt.

Und jetzt sag nur nicht, dass Du das schon alles gewusst hättest:

2009 13 Okt

Der Weg aus der TKP-Krise

Abgelegt unter: Fortbildung | RSS 2.0 | TB | 4 Kommentare

Bei der ganzen PostView-Geschichte hab ich mir so meine Gedanken gemacht, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Warum sind Webseiten genötigt unspezifische, uneffektive Werbung in Rotation per TKP bei gleichzeitig sinkenden Preisen zu verkaufen. M.E. liegt es an gewachsenen Strukturen. Waren vor Jahren Banner noch das ideale Werbemittel und das Internet noch eine neue Spiel- und Testwiese für den User, hat er inzwischen sehr schnell erkannt, dass es sich um ein Informationsmedium handelt, bei dem die Werbung nur lästiges Beiwerk ist. Häufiger kam der Vergleich mit dem Fernsehen - nur überlegen wir, was wir tun, wenn am Fernseher Werbung läuft. Die meisten gehen Pinkeln, schalten um oder holen sich etwas zu trinken. Ebenso blendet der Internetuser die Banner als “nicht gesehen” aus, das nennt man dann Bannerblindheit. Diese wird noch dadurch geschärft, dass auf großen Portalen die Werbung in keinster Weise zum Content passt. Gerade habe ich auf spiegel.de einfach mal einen Beitrag mit dem Thema “Experten warnen vor Riesenminus bei Rentenerwartungen” angeschaut und welche Werbung bekomme ich? Etwas zum Thema Sparen, Rentenversicherung vielleicht? NEIN! Ich bekomme angezeigt, dass SAP ganz toll ist. Hmm, was hat das miteinander zu tun???

Würden die Verlage und Portale einfach mal etwas sinnvoller mit ihrem unique Content umgehen, dann gäb es sicherlich auch bessere Werbeeinnahmen. Ein paar Ansätze:

Banner raus Textlinks rein
Die bunten Bildchen klickt ja eh kaum noch jemand, könnte wohl auch der Grund sein warum Google bei Adsense auf Textblöcke setzt. Warum um Himmels Willen richtet man sich nicht nach dem Marktführer, der macht das doch nicht aus Spaß. Google ist eine AG, da gehts um Kohle, Kohle, Kohle, …

Thematisch passende Werbung
Gerade bei Verlags-Seiten dürfte das doch kein Problem sein. Wenn der Redakteur seinen Text einliefert, dann soll er mal eben noch 3 - 5 passende Keywords eingeben und schon kann man in einer Datenbank nach der passenden Werbung suchen und auch genau diese einblenden.

Vermischung von Content und Werbung
Mein liebestes Beispiel ist wetter.com, da hat man meiner Ansicht nach verstanden wo der Hammer hängt:
Wetter-com
Genau zwischen den gesuchten Wettervorhersagen befindet sich die Werbung, die auch noch exakt zu meiner Suche passt. Hey, das ist Mehrwert!!

Fazit:
Mit etwas technischer Raffinesse lässt sich aus den typischen TKP-Seiten einiges mehr an Geld holen - man muss es nur tun! Wer fängt an? (inoffiziell weiß ich wer daran arbeitet)

Horst fragt in der Post-View Diskussion:„Mal eine blöde Frage: Sascha sagt, er bewirbt keine PV Programme, Marcus sagt, viele Netzwerke kennzeichnen das nicht. Wie macht Sascha das dann?“

Da gibt’s mehrere Möglichkeiten lieber Horst:

Du fragst beim Netzwerk nach.

Du fragst beim Merchant nach.

Du fragst Kollegen, die dieses Partnerprogramm bereits einsetzen.

Du verlässt dich auf Netzwerke, die keine Post-View anbieten.

Du merkst es an den Provisionen, wenn der Merchant PostViewer auf einmal zulässt.

Man kann ja geteilter Meinung sein ob es PV braucht oder nicht. Nur wenn es doch eine ganze Latte an Menschen gibt, die das befürworten, dann verstehe ich nicht, warum man es nicht klar kommunizieren kann. Die Daten sind bei den Netzwerken ja da, da muss man einfach nur ein Feld mehr in der PP-Beschreibung anzeigen. So schwer ist das nun wirklich nicht.

So könnten die Affiliates entscheiden, was für sie besser ist.


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